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Formel 1: Red Bull mit IoT zurück in die Pole Position

Vernetzte Kaffeemaschinen kennen wir alle. Aber wussten Sie, dass das Internet der Dinge auch in der Formel 1 mitfährt? Wie die Vernetzung im Red-Bull-Rennstall Tempo macht.

 

Die Zahl der vernetzten Geräte nimmt stetig zu: Die Marktforschungsgesellschaft Gartner prognostiziert für das aktuelle Jahr 2017 weltweit 8,4 Milliarden vernetzte Geräte. Fast ein Drittel mehr als noch 2016. Ob nun Toaster, Kaffeemaschinen oder industrielle Anlagen: Vernetzte Geräte haben eine eigene IP-Adresse, sind also aus dem Internet abrufbar und fernzusteuern. Inzwischen macht das Internet der Dinge sogar in der Formel 1 Tempo. Sensoren, Aktoren & Co. sollen beispielsweise Red Bull wieder in die Pole Position bringen, berichtet das CIO-Magazin. Vorbei die Zeiten, als Niki Lauda einfach nur schneller fahren musste als seine Kollegen. „Speed in der Formel 1“ sei heute auch das Ergebnis eines „hochkomplexen, ausgeklügelten IT-Setups“ erklärt Matt Cadieux, CIO bei Red Bull Racing gegenüber dem Magazin. Cadieux und seine Kollegen nutzen IoT als Beschleunigungsmotor – sie wollen so die „maximale Performance aus den Rennwagen herauskitzeln“.

Noch schneller dank Sensoren

Lassen Sie sich von dröhnenden Motoren bloß nicht täuschen: Boliden sind mit ihrer Ultraleichtbauweise echte Sensibelchen. Die Kunst der Ingenieure besteht darin, die Technik-Biester perfekt auf die jeweilige Strecke und die Wetterverhältnisse abzustimmen. Dabei leistet das Internet der Dinge Hilfe. Cadieux und sein Team haben jedes Rennauto mit rund 200 Sensoren ausgestattet. Was sie messen? Sämtliche physischen Kräfte, die auf das Auto einwirken. Hinzu kommen Motortemperatur, Belastungswerte oder Informationen über die Aerodynamik. „Das verschafft uns tiefe Einblicke in die Gesundheit des Autos. Nur so kann man verstehen, welche Kräfte wirken, warum bestimmte Teile überhitzen oder ob unsere Windkanaltests mit der Realität übereinstimmen“, erklärt Cadieux.

Ein Datenlogger zeichnet alle Infos auf und leitet sie verschlüsselt an das Rennteam weiter. Auf diese Telemetrie-Daten hat das Red-Bull-Team an der Strecke stets Zugriff. Dazu gibt es eine MPLS-Verbindung ins Red-Bull-Rechenzentrum in Großbritannien. Das beschleunigt die Arbeit der Techniktüftler vor Ort: Die Daten liefern ihnen Hinweise, ob es zum Beispiel mit bestimmen Teilen Probleme gibt. Wenn ja, heißt es: Gas geben. Die Konfiguration der Rennwagen muss bis zum Ende des Qualifyings unter Dach und Fach sein. Deshalb unterstützen Teamkollegen in Großbritannien die Ingenieure an der Rennstrecke. Mit der Hilfe von Aerodynamik-Simulationen versuchen die Experten in Großbritannien zum Beispiel, noch kurz vor Rennbeginn entscheidende Sekundenbruchteile herauszuholen.

Von der Formel 1 lernen

Das Internet der Dinge ist für das Red Bull Racing Team übrigens kein Neuland – seit 13 Jahren schon verbaut es Sensoren in seinen Rennwagen. Für mehr Tempo und Effizienz. Ziele, die auch mittelständischen Unternehmen nicht fremd sind. Weil die Anwendungsmöglichkeiten so vielfältig sind, setzen zunehmend auch Unternehmen aus dem Mittelstand das Internet der Dinge auf ihre Agenda. So wollen auch sie sich einen Wettbewerbsvorteil herausfahren. Zur vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance) statten sie Maschinen, Fahrzeuge oder IT-Systeme mit Sensoren aus, die dann zentrale Komponenten überwachen. Firmen aus Handel und Logistik schaffen sich mit der Vernetzung einen Echtzeit-Überblick über ihren Warenbestand oder steuern den Transport ihrer Frachtcontainer. Standardisierte IoT-Plattformen wie zum Beispiel die von Q-loud nehmen dem Thema die Komplexität. Solche schlüsselfertige Plattformen für das Internet der Dinge besitzen laut eco-Verband höhere Sicherheitsstandards als selbstgebaute Lösungen, ihre Kosten sind kalkulierbar und die Umsetzung gelingt schneller. Die QSC-Tochter bietet mit ihrer Software-Plattform aus der Cloud ein umfassendes Ökosystem – zum Beispiel für die Datenauswertung und Verwaltung. Damit innovative und agile Mittelständler mit dem Internet der Dinge schnell neue Nischen besetzen können.

 

Bild Quelle: DIGITALESWIRTSCHAFTSWUNDER.DE /  © iStock.com/mevans

Quelle: https://digitales-wirtschaftswunder.de/formel-1-red-bull-mit-iot-zurueck-in-die-pole-position/

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